Erfahrung schon seit 1987

Für Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V Rehabilitationsbehandlungen an und für
Patienten mit privater Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Die Klinik ist auch beihilfefähig.

CHRONISCHE PROSTATITIS
(Chronische Entzündung der Prostata)

Die Prostata, auch Vorste herdrüse bezeichnet besteht aus 30-50 Drüsen, glatten Muskelfasern und Bindegewebe. Sie ist beim Erwachsenen etwa kastaniengroß.  

Organe des Beckens

Quelle: www.astrazeneca.ch

 

 

Die relativ "zentrale" Lage der Prostata im Becken erklärt, warum ein Prostata sch merz häufig als "tief" und "dumpf" charakterisiert wird.

Die häufigste Prostataerkrankung ist eine gutartige Vergrößerung der Vorste herdrüse, die häufigste Ursache für Beschwerden beim Wasserlassen. Hauptsächliche sind Männer um das 50. Lebensjahr betroffen.

Schon an dieser Stelle sei ausgeführt, dass auch bei „harmlosen“ Beschwerden beim Wasserlassen unbedingt ein Urologe aufgesucht werden sollte, damit schwerwiegendere Erkrankungen nicht übersehen werden.

Die zwei häufigsten Ursachen für einen Prostata sch merz sind

  1. Krebserkrankungen (hauptsächlich Prostata karzinom) und

  2. akute (= heftige u. rasch einsetzende) oder chronische Prostatitis (= länger anhaltende Entzündung der Prostata)

Schmerztherapeutisch relevant ist die chronische Prostatitis. Akute Entzündungen und natürlich auch Krebserkrankungen gehören unbedingt in die Hand eines erfahrenen Urologen.

Häufige Symptome (= Krankheitszeichen) einer chronische n Prostatitis:

Eine Prostatitis (auch die chronische) kann in 2 Formen auftreten:  

  1. Durch Bakterien verursacht (am häufigsten) und
  2. abakteriell (= nicht durch Bakterien hervorgerufen).

Bei einer bakteriellen Prostatitis kommen Antibiotika zum Einsatz kommen. Vorübergehend, bis zum Abklingen der Entzündung auch entzündung shemmende Schmerzmittel.

Nicht selten verbleiben trotz einer kausalen (=auf die Ursache gerichteten) fachärztlichen Behandlung aber weiterhin eine Prostatitis (chronische), so daß dann Maßnahmen im Rahmen der speziellen Schmerztherapie gefragt sind.

Sehr hilfreich sind bei einer chronische n Prostatitis engmaschige Kaudalblockaden. Darunter versteht man epidurale (= rückenmarknahe) Betäubungen durch eine kleine Öffnung im Kreuzbein hindurch. Dabei kommt es im Becken- und damit auch Prostatabereich neben der erwünschten Schmerzlinderung zu einer enormen Durchblutungssteigerung wie sie sonst mit keinem Medikament erreicht werden kann. Unter optimierten Durchblutungsverhältnissen heilen alle Entzündungen sicher ab, aus diesem Grunde ist eine solche Behandlung bei einer Prostatitis auch kurativ (=heilend).
Es reicht aber nicht aus diese Blockade nur ab und zu durchzuführen, sondern es muss eine gehäufte Abfolge erfolgen, so z. B. 1-2x tgl. über 10 Tage, was allerdings einen stationären Aufenthalt voraussetzt.
Der Kaudalblock hat gegenüber dem lumbalen Epiduralblock (= rückenmarknahe Betäubung in Höhe der Le nden) den Vorteil, dass das methodische Risiko deutlich geringer ist, auch weil eine geringere Dosierung benötigt wird, in der Regel reichen 5-8 ml z. B. Bupivacain (= ein lang wirkendes örtliches Betäubungsmittel) 0,125-0,15 % aus. Zur kontinuierlichen Blockade mit Katheter* ist allerdings die lumbale epidurale Blockade (= rückenmarknahe Betäubung in Lendenwirbelbereich) wegen des geringeren Risikos einer Entzündung bzw. Infektion (= Eindringen von Mikroorganismen wie z.B. Bakterien) vorzuziehen.

Daß Lokalanästhetika (= örtliche Betäubungsmittel) auch entzündung shemmend wirken, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie hier.

Die invasiven (= in den Körper eindringenden) Therapiemethoden der speziellen Schmerztherapie setzen eine sehr gründliche fachärztliche Ausbildung voraus, weshalb sie nur in wenigen therapeutischen Einrichtungen angeboten werden können.

Laut der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit haben alle Versicherte (also auch ältere Patienten) einer gesetzlichen Krankenkasse einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Das Bundesgesundheitsministerium schrieb dazu auch einen Brief an die Aufsichtsbehörden. Dieses Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von Landessozialgerichten bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR 2071/05) und Hessen ((Az.: L 1 KR 2/05: Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet, die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu berücksichtigen (eine Revision gegen diese Entscheidung ließ das Gericht gar nicht erst zu)).
Ein Recht, die Reha-Klinik selbst auszuwählen (gilt auch für Anschlußheilbehandlungen), haben nach §9 Sozialgesetzbuch IX nicht nur Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen, sondern Versicherte aller gesetzlichen Rehabilitationsträger, also auch Rentenversicherungen oder Unfallversicherungen. Die deutsche Gesellschaft für medizinische Rehabilitation hat dazu eine informative Broschüre herausgegeben: http://www.degemed.de/pdf/Klinik_nach_Wunsch.pdf.

Sie wollen mit einem erfahrenen Schmerzarzt sprechen? Kein Problem, einfach jeweils an einem Mittwoch zwischen 13.00 und 14 Uhr oder Donnerstag zwischen 13.00 und 15.00 Uhr die Tel.-Nr. 07931-5450 anwählen (keine extra Gebühren).

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Aktualisiert:>25.06.2009</> kusb&
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